Prüffristen für Wiederholungsprüfungen

Um den sicheren Betrieb zu gewährleisten, sind in regelmäßigen Abständen Prüfungen durch eine Elektrofachkraft erforderlich. Die Prüfintervalle für die Wiederholungsprüfungen richten sich nach der Art des Betriebsmittels und nach seinem Einsatzgebiet. So sind vom Konstruktionsprinzip her ähnliche Geräte z.B. auf einer Baustelle ganz anderen Belastungen ausgesetzt als im Büro.

Der Gesetzgeber unterscheidet

  • ortsfeste elektrische Betriebsmittel,
  • ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel,
  • stationäre Anlagen und
  • nicht-stationäre Anlagen

Die untenstehende Tabelle gibt eine Übersicht über Richtwerte für die Prüffristen von Wiederholungsprüfungen ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel.

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel sind solche Betriebsmittel,

  • die während des Betriebs bewegt werden können,
  • die leicht von einem Platz an einen anderen Platz gebracht werden können, während sie an den Versorgungsstromkreis angeschlossen sind,
  • die während des Betriebs üblicherweise in der Hand gehalten werden.

Beispiele für ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel sind: handgeführte Elektrowerkzeuge, Bürogeräte, Laborgeräte, Küchengeräte, Kabeltrommeln, Verlängerungskabel

Beispiel Leitungsverlängerung:

Geräteprüfung VDE 0701
Messen einer Leitungsverlängerung

Geräteprüfung VDE 0701 - Messen einer Leitungsverlängerung mit dem SecuTest S4

Geräteprüfung VDE 0701
Die Ergebnisse sind in Ordnung

Protokoll Verlängerungskabel - Die Werte sind in Ordnung

Ermittlung von Prüffristen für die Wiederholungsprüfungen ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel

Prüffrist: allgemeiner Richtwert ist 6 Monate. Bei Prüfungen mit Fehlerquote < 2 % Prüffristverlängerung möglich Prüfer: Elektrofachkraft oder elektrotechnisch unterwiesene Person → unter Verwendung geeigneter Mess- und Prüfgeräte

Geräte und Maschinen

1 Jahr

  • Fertigungsstätten
  • Werkstätten
  • ähnliche Bedingungen

2 Jahre

  • Büros
  • ähnliche Bedingungen

Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen  mit Steckvorrichtungen (Baustellen)

Anschlussleitungen mit Stecker

bei hoher Beanspruchung:

  • wöchentlich – z.B. Schleifen von Metallen (Aluminium, Magnesium, gefettete Bleche), Verwendung in Bereichen mit leitfähigen Stäuben
  • 3 Monate – z.B. Nassschleifen von nicht leitfähigen Materialien, Kernbohren, Stahlbau, Tunnel- und Stollenbau

bewegliche Leitungen mit Stecker oder Festanschluss

bei normaler Beanspruchung:

  • 6 Monate – z.B. Hochbau, allgemeiner Tiefbau
  • 3 Monate – Elektroinstallation, Sanitär- und Heizungsbau, Holzbau

Horst Mühe - Maxdorf

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